Der Freischütz und der Teufel

Frei nach Carl Maria von Weber - neu erzählt und inszeniert von Michael Leinert

Musikalische Bearbeitung und Leitung: Glenn Lewis/Günther Albers    

Bühne und Kostüme: Walter Perdacher

Uraufführung an der Deutschen Oper am Rhein am 28.November 2000 im Theater Duisburg

"Mein Urgroßvater besann sich nicht lange - und schoss! Der Wilddieb war unverletzt!"

Die Figurinen von Walter Perdacher

Rheinische Post  Duisburger Feuilleton  29. November 2000

 

 

 

 

          

         

Tosten Hofmann  Max      Stefan Heidemann  Kaspar

 

Nicola Beller - Carbone   Agathe

Therese Waldner  Agathe                       Heidi Wolf  Ännchen                 Torsten Hofmann  Max

Markus Müller  Max            Stephen Bronk    Kaspar

Kaspar Stefan Heidemann  in der Wolfsschlucht beim Kugelguss


Noch eine Oper für Kinder nach Carl Maria von Weber

Ein Märchen zwischen Abenteuer
und Wohlklang

OBERON UND DAS ZAUBERHORN           Hamburg, im November 1990

Immer um die Weihnachtszeit öffnen die großen Theater ihre Häuser auch für die kleinen Zuschauer. Während der Zeit der Weihnachtsmärchen zeigt man eben ein Herz für Kinder. Das einzige Haus Hamburgs, das seinen gesamten Spielplan für Kinder erstellt, muß sich da natürlich aufgerufen fühlen, etwas ganz besonderes auf die Bühne zu bringen.

Mit Michael Leinert’s Oberon oder Das Zauberhorn (nach Carl Maria von Weber) ist dem Theater für Kinder denn auch etwas gelungen, was den Ruf dieses Hauses als innovative und richtungsweisende Einrichtung noch weiter ausbauen wird.

Carl Maria von Webers romantische, siebte und letzte Oper -1826 in London uraufgeführt - wurde von Michael Leinert, zukünftiger Intendant des Staatstheaters Kassel, neu erzählt. Er machte daraus eine phantastische, abenteuerliche Geschichte um Bewährung und Sieg der Liebe, eine Oper für Kinder zwischen Komik und tieferer Bedeutung. Am Sonnabend ging an der Max-Brauer-Allee die umjubelte Uraufführung über die Bühne.

Carl und Maria haben Probleme mit ihren Eltern. Ständig sollen sie am Klavier üben. Langweilig kommen ihnen ihre Tage vor. So legen sie sich eines Abends schlafen und träumen sich in ein spannendes Abenteuer hinein. Damit beginnt die eigentliche Geschichte, in der es um den Streit zwischen Oberon, dem Elfenkönig, und seiner Frau Titania geht. Mit der Frage, ob es noch Liebe und Treue unter den Menschen gibt, beginnt ein abenteuerliches, musikalisches Märchen, in dessen Mittelpunkt der edle Ritter Hüon von Bordeaux, die Kalifentochter Rezia sowie das Dienerpaar Scherasmin und Fatime stehen. Uber das Meer geht es in ferne Länder, wo schwierige Prüfungen auf die Paare warten. Seeräuber, Sklavenhändler und niederträchtige Palastherren machen den Liebenden das Leben schwer.

Michael Leinert, der nach 1981 - damals Webers „Freischütz" - zum zweiten Mal am Theater für Kinder inszeniert, ist es auf spielerische Weise gelungen, Kinder für den klassischen Bereich gefangenzunehmen.

Die Schönheit und Brillanz der Weberschen Klangwelt - hervorragend umgesetzt von einem sechsköpfigen Mini-Orchester unter der Leitung von Hans-Peter Kirchberg - begleitet, führt und hüllt die Handlung in einen glänzenden Rahmen. Das bezaubernde Raumbühnenbild von Katrin Kegler trägt die Handlung mitten in das Theater. Schauspiel zum Anfassen, Mitmachen, Miterleben.

Überzeugend auch das Ensemble. Herausragend dabei Ute Hatzel als anmutige und stimmlich brillante Rezia, Kevin Tart (bekannt aus dem Musical „Cats") als aufopferungsvoller Ritter, Regine Gebhardt von der Kammeroper Berlin als erfrischende Fatime und Fried Wolff als kecker Scherasmin. Mit ihren Leistungen sorgten sie für das I-Tüpfelchen.                                                                                                                                                           THOMAS ÖLDACH

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