ELEKTRA - REZENSIONEN  

Neue Westfaelische (Bielefeld) 26. Februar 2001

[....]         Bleibt noch die Hauptsache, um die sich 105 spannungsgeladene Minuten alles dreht: SUSAN OWEN –    man kennt sie als Bruennhilde des Kasseler Leinert 'Rings' -  ist als Elektra ein Ereignis.

Eine Jugendliche - Dramatische, die die moerderische Partie von der ersten bis zur letzten Note wirklich und muehelos singt, die bis in die ausladenden Jubelspitzen eine Lehrstunde in Textverstaendlichkeit gibt, die inmitten nimmermueder Strahlkraft viele bewegende Nuancen und Piani einbringt. Und die mit gereckten Armen und wunderbar grossen Augen das Trauma der Treue bis zum Taumel des Blutrausches auch darstellerisch beglaubigt. Es duerfte nur eine Frage der Zeit sein, bis auch erste Buehnen nach dieser Elektra fragen. Das insgesamt faszinierte Publikum befand diese Leistung  stehender Ovationen wuerdig.             Michael Beughold

Westfaelische Nachrichten    vom 8.Februar 2001

aus der Rezension von Harald Suerland

Dass sich der Dirigent Will Humburg und seine Protagonistin SUSAN OWEN den Jubel des Publikums teilen, kann nicht verwundern: Die Sopranistin erwies sich als bravouroese Hochdramatische, die keinerlei Schwaechen erkennen liess und mit trompetengleich intonierten Spitzentoenen an legendaere Vertreterinnen ihres Fachs erinnerte: Ein Gluecksfall!

Rhein-Zeitung vom 6.April 1998

Aus der Rezension von Claus Ambrosius

Ungeteilter Beifall in Orkanstaerke belohnte Susan Owen fuer ihre stimmlich wie darstellerisch beeindruckende 'Elektra'' - Interpretation.
Eine kraftvolle und doch zu berueckenden Piani faehige Stimme verbinden sich bei Susan Owen glueckhaft mit Buehnenpraesenz und Ausdrucksbandbreite....

WIESBADENER KURIER vom 6.April 1998

Auszuege aus der Rezension von Brigitta Mazanec 
...Susan Owen meistert die anstrengende Partie mit sopranheller Leichtigkeit und zu Recht bejubelter Bravour.
 

Main-Echo vom 7.April 1998

Auszuege aus der Rezension von Christiane Franke

...Da stuermt sie herein, Elektra, wild zerzaust, vergammelt. Noch einmal flieht sie in den Palast ihrer Mutter durch eine Oeffnung,
die einer ueberdimensionalen Vagina gleicht. Doch wenn sie zum allmorgendlichen Klagegesang um den gemordeten Vater ansetzt,
 ist dieser Ort fuer sie tabu. Mit ungeheurer Energie schiebt sie die Erde weg, die die Maegde zuvor auf die Statue geschippt hatten.
Elektra will ihre Erinnerung nicht begraben, das Mahnmal bis zur vollzogenen Rache bewahren. Schmerzverzerrt, hasserfuellt,
hysterisch und rachsuechtig windet sie sich ueber die einzelnen Bruchstuecke, schmiegt sich in das kalte Statuenhaupt Agamemnons u
und bruellt die Tat der Mutter heraus, als muessten die Mauern einstuerzen und die Erde erbeben...
Erschoepft sinkt der Betrachter nach knapp 110minuetiger Auffuehrung in seinen Sessel zurueck, um gleich darauf ins Schwaermen zu geraten...
Susan Owen sang nicht nur die Partie der Elektra, sondern durchdrang sie mit jedem Nervenstrang ihrer Psyche und Physis.
Mit geradezu hypnotisierender Intensitaet und bei aller geforderter selbstzerstoererischer Besessenheit nicht ueberzogen theatralisch
war sie ganz jene seelisch zerstoerte Elektra,


FRANKFURTER RUNDSCHAU vom 0 9.04.98

Auszuege aus der Rezension von Hans-Harald Loehlein

...Von Susan Owen in der Titelpartie gingen starke Impulse und stimmlicher Strahlglanz aus, bruennhildenhaft, eine Vatertochter, liebend, verzweifelt.


Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 6.April 1998

Auszuege aus der Rezension von Julia Spinola

...noch vor geschlossenem Vorhang ist am linken Buehnenrand der riesenhafte gespaltene Schaedel Agamemnons zu sehen.
Er enthuellt sich als Haupt einer geborstenen steinernen Statue, die sich in einer Grube ueber die gesamte Breite der Buehne erstreckt...
noch im Tod bleibt uebermaechtig, besonders fuer die in der Grube hausende Elektra.

Susan Owens saengerisch wie schauspielerisch herausragend gestaltete Elektra ist keine maenadenhafte, hohlaeugige Irre.
 Jenseits aller Pathologisierung wirkt sie vielmehr wie ein ungebaerdiges und dekadenzfeindliches Naturkind.
In ihrem Hass und ihren Rachevisionen mobilisiert diese Elektra ueberlebensnotwendige Widerstandskraefte
gegen das verrottete und verlogene Regime der Mutter...


MAINTAL TAGESANZEIGER vom 7.April 1998

Excerpts of the review bz  Lars-Erik Gerth (Redakteur "Das Opernglas")

Sensationelle Interpretation der Titelpartie der Strauss-Oper ELEKTRA durch Susan Owen

Mit der Neuiszenierung von Richard Strauss' 'Elektra' ist dem Staatstheater Darmstadt ein grosser Wurf gelungen.
Szenisch und musikalisch entstand eine spannende und fesselnde Produktion.
Die Sensation des Abends war die Interpretin der Titelpartie.
Die amerikanische Sopranistin Susan Owen bot vokal wie auch schauspielerisch eine phaenomenale Leistung
.
Bestens aufgelegt praesentierte sich auch das Orchester des Staatstheaters, das unter der musikalischen Leitung von GMD Marc Albrecht
auf hoechstem Niveau spielte.
Als w i r k l i c h e S e n s a t i o n - mit Superlativen sollte man zwar stets vorsichtig sein, doch hier ist der gewaehlte Begriff wirklich angebracht -
muss die Interpretation der Titelrolle durch die US-Amerikanerin Susan Owen gewertet werden.

Die Sopranistin begeisterte bereits als Wagners Brunnhilde in der neuen Kasseler 'Walkuere' sowohl Publikum als auch Fachpresse.
Ihre Elektra uebertraf nun noch die hochgesteckten Erwartungen. Sowohl ihre stimmliche als auch ihre schauspielerische Rollengestaltung
waren atemberaubend. Selbst bei den heftigsten vokalen Ausbruechen sang sie noch auf Linie und geriet nie in Gefahr, zu schreien.
Die Stimme blieb stets im Fokus und wurde vorbildlich gefuehrt. Die Kuenstlerin verfuegt zwar ueber kein riesiges Stimmvolumen,
doch ihre Technik und ihre schier nicht versiegen wollenden Reserven praedestinieren sie fuer das hochdramatische Fach.
Die schwierige hohe Tessitura bewaeltigte Susan Owen meisterhaft ohne jede hoerbare Anstrengung.
Ihre Diktion war vorbildlich, die Uebergaenge gelangen ohne Brueche und ihr Spiel geriet ungeheuer ausdrucksstark...
Orkanartige Ovationen, die man in dieser Form in Darmstadt noch nicht erleben konnte,
gab es berechtigterweise fuer Susan Owen, die diesen Abend zu einem selten gewordenen Opernerlebnis gemacht hat.
 

DAS ORCHESTER   aus der Rezension von Ingrid Hermann

Susan Owen l e b t die Elektra, sie i s t Elektra, stellt sie nicht nur dar.

Die Partie erfordert fast uebermenschliche Kraefte, verstaendlich, dass sie anfangs die Stimme etwas zurueckhaelt,
um sie spaeter um so instensiver leuchten zu lassen.
Sie weiss zu charakterisieren und ordnet ihre darstellerische Umsetzung ganz dem Rachegedanken unter...
Das fast atemlos mitgehende Publikum geizte nicht mit Zustimmung...

TRIER Antikenfestspiele 1998

ORPHEUS
Heft 11/98 Festival Report 1998 4.Juli und 17.Juli 1998


Hatte Hildegard Behrens bei der Premiere auf ihre Mittel aufmerksam gemacht, so war es nun die junge Amerikanerin
SUSAN OWEN, die mit fulminanter, leuchtender, sinntragender und absolut wortverstaendlicher Ausnahmestimme die Atridentochter gab -
in einem ebenso packenden wie erschuetternden Marathon zog sie ohne Unterbrechung, Schwaeche oder Nachlassen das Publikum
in ihren Bann und war einfach die gequaelte Kreatur, die sie darstellte - eine grosse Leistung... eine wunderbare Stimme... !

Niedersaechsische Staatsoper Hannover: „Elektra"

Am 15. und 23. Maerz 2001 gab es SUSAN OWEN als Titeltraegerin zu bestaunen.
Die Stimme und die gesunde, kraftvolle, wortdeutliche und vor allem jugendliche Rollenverkoerperung
sucht heute ihresgleichen – mir faelt keine andere Saengerin von diesem Format fuer diese Rolle gegenwaertig ein,
die so viel Qualitaet, so viel Wortverstaendlichkeit und ein solches Kraftvolumen bei aller Zartheit der Toene hat. [...]

So wie sie, singt das im Moment kaum jemand!

                                                                                                                                  ORPHEUS International 5/2001 Geerd Heinsen

Richard-Strauss-Tage 2001  Elektra - Hommage fuer Inge Borkh

Susan Owen singt Ausschnitte aus 'Elektra' .

Garmisch-Partenkirchen  14. Juni 2001      Kongress-Saal Werdenfels  

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