1935    1952    1965      
Composer Friedrich Leinert  (1908 - 1975)  

Friedrich Otto Leinert, born on May 10, 1908 in Oppeln (Silesia) was an affected musician and teacher
He began his musical education in Dresden (conducting studies with Fritz Busch). After that period he studied musicology, theory,
Romance philology and History. He earned his PhD with a musicological resarch about
 Johann Evangelist Brandl als Lieder- und Kammermusik - Komponist
The work was published by the Musicology Seminar of the Philipps - University at Marburg/Lahn under the tutelage of
Prof. Hermann Stephani and Dr. Herbert Birtner and was accepted as dissertation in 1936 by the philosophical faculty of the University. .

1931 - 1932 Friedrich Leinert studied as a private student with  Arnold Schoenberg in Berlin.
Until 1944 he worked as conductor and composer at several German Theaters, such as in Gotha, Weimar, Eisenach.

Schauspielgruendung in Marburg und Organist an St. Marien

Nach dem Krieg gruendete Leinert zusammen mit Lothar Brixius, Ina Koehler und Walter Leinweber die "Marburger Schauspielgemeinschaft"
(erste Premiere: 2. September 1945 im Philippshaus der Universitaet). Aus dieser "Spielgemeinschaft" konstituierte sich spaeter
das heutige "Hessische Landestheater Marburg".
Hauptberuflich war Friedrich Leinert Kirchenmusikdirektor an St. Marien in Marburg/Lahn und gruendete ein Sinfonieorchester,
das viel beachtete Konzerte im Raum Hessen gab. Ab 1954 leitete er die Musikabteilung des Amerika-Hauses in Hannover.
Von 1957 an war er als Dozent und Professor an der Staatlichen Hochschule fuer Musik und Theater in Hannover fuer
Musiktheorie, Generalbass, Partiturspiel, Opern-Dramaturgie und Ballett-Geschichte taetig. Ausserdem hatte er eine Gast-Dozentur
an der Folkwang - Hochschule in Essen.
 
Er war Mitherausgeber einer Auswahl von Werken Louis Spohrs im Baerenreiter Verlag, Kassel. Er komponierte mehrere
Opern und Kammeropern, zum Teil auf Libretti seines Sohnes Michael Leinert ("Status quo", "Eine Note nach der anderen" -
uraufgefuehrt in Hannover, und "A. H. - Bilder aus einem Fuehrerleben", am Musiktheater Gelsenkirchen uraufgefuehrt), zwei abendfuellende
Opern, sieben Sinfonien und zahlreiche Kammermusikwerke, Lieder und Orgelwerke. Bis zuletzt arbeitete er an dem geplanten Opernprojekt
"Henri Quatre" nach Heinrich Mann.

Zu den Interpreten seiner Werke gehoerten das Tatrai-Quartett, Budapest, das Saxophonquartett Marcel Mule, Paris und Solisten des
Sinfonieorchesters des Norddeutschen Rundfunks Hamburg und Hannover. Diese Sender haben nahezu alle seine Sinfonien produziert,
auch die 3. Sinfonie "In memoriam" am 31. Mai 1965 (Ursendung), die Paul Hindemith gewidmet ist.

Friedrich Leinert war einer der ersten Musiker, die sich mit der musikalischen Entwicklung des Jazz und der amerikanischen Musik
auseinandersetzten, sowohl in der Theorie als auch in der Praxis. In vielen Staedten Deutschlands hielt er Vortraege ueber die Geschichte
und Entwicklung des Jazz.
Sein kompositorisches Schaffen ist u. a. gepraegt von der Klangsensibilitaet der franzoesischen Musik (Debussy, Faure, Ravel)
und rhythmischen Elementen des Jazz. Freundschaftliche Verbindungen hatte er zu Komponisten wie Ernst Krenek, Karl-Amadeus Hartmann,
Werner Egk und Leonard Bernstein.

Als Dirigent hat er sich nach dem Kriege vor allem fuer das Bekanntwerden der amerikanischen Musik in Deutschland eingesetzt:
fuer Roy Harris (3. Sinfonie) und den Romantiker Edward McDowell (Klavierkonzert Nr. 2), fuer Charles Ives und Aaron Copland.

Friedrich Leinert dirigiert das 2. Klavierkonzert  d-moll op. 23 von Edward McDowell (1860 - 1908) im Sinfoniekonzert
des Niedersachsen-Orchesters am 30.11.1957 im Beethovensaal  der Stadthalle Hannover. Ausserdem auf dem Programm:
Mozart Eine kleine Nachtmusik und die 3. Sinfonie von Roy Harris ( 1898 - 1979).

Diese amerikanischen Komponisten blieben nicht ohne Einfluss auf sein kompositorisches Schaffen.

Der bekannte Regisseur und Theatermann Erwin Piscator holte Friedrich Leinert als Buehnen - Komponisten fuer drei seiner Inszenierungen
am Marburger Schauspiel : zu Buechners "Dantons Tod", Kleists "Prinz Friedrich von Homburg" und Schillers "Die Raeuber".

Zusammen mit Klaus Bernbacher und Klaus Hashagen hat er in den 60er Jahren viel fuer die Neue Musik in Deutschland getan
(Gruendung des Studios fuer Neue Musik in Hannover).

Als Lehrer war Friedrich Leinert aufgrund seines umfangreichen Wissens
ueberaus geschaetzt bei seinen Studenten und Kollegen.
Die Orchestermusiker liebten seine fachliche Kompetenz und seinen feinsinnigen Humor.
Nicht selten sind Passagen in seinen Kompositionen zu finden, die ueberraschende Soli fuer die "zweiten Pulte" enthalten:
Ergebnisse freundschaftlicher Dispute ueber "nicht genuegend beruecksichtigte Instrumentengruppen"! 

Er ist 1.Preistraeger des Kompositionswettbewerbs "Friedrich Kuhlau".

Konstruktivismus in der Musik war seine Sache nicht - "die Form muss sich immer der Inspiration unterordnen", war seine kompositorische Maxime.

Friedrich Leinert starb im 67. Lebensjahr am 6. Mai1975 in Emmendingen bei Freiburg.
Er war mit der Saengerin Agathe Wenzlaff verheiratet  (Foto).



     Agathe Wenzlaff-Leinert (1917 - 1992)
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Auswahl Werkverzeichnis Friedrich Leinert

1. Johann Evangelist Brandl (1760 - 1837)

    als Lieder und Kammermusik-Komponist (Dissertation)

Verlag fuer musikalische Kultur und Wissenschaft, Wolfenbuettel 1937

Die Abhandlung entstand im musikwissenschaftlichen Seminar der Philipps-Universitaet Marburg/lLahn

unter Anleitung von Prof. Dr. Hermann Stephani und Dr. Herbert Birtner

und wurde 1936 von der Philosophischen Fakultaet als Dissertation angenommen.

2. Die Wunderkur (1956)

Heitere Kammer-Kantate nach Chr. F. Gellert fuer Sopran, Tenor, Bass,

drei Holzblaeser (Ob., Kl., Fag.), Streichtrio (Vl., Vla., Vc.), Klavier u. Schlagzeug

Urauffuehrung  3. Februar 1957 Funkhaus Hannover unter der Musikalischen Leitung des Komponisten

3. Scherz, List und Rache (1952)

Komische Oper in zwei Akten nach Johann Wolfgang von Goethe

fuer Koloratursopran, Tenor und Bass-Bariton - Kammerorchester

World Premiere  6. Maerz 1961 Niedersaechsische Hochschule fuer Musik und Theater Hannover

Musikalische Leitung: Gottfried Weisse - Inszenierung: Operndirektor Reinhard Lehmann

4. Spiel im Park (1962)

Komische Oper nach Fredo und Rostand in 3 Bildern ( 2 Akten)

Libretto vom Komponisten

Abendfuellend - 17 Saenger, gr. Orchester u. Buehnenmusik, Taenzer

5. Status quo (1970)

Kammeroper in einem Akt nach einem Libretto von Michael Leinert

Fuer vier Saenger ( jugendl. dramat. Sopran, lyr. Sopran, Tenor, Bariton) und Kammerorchester

Urauffuehrung 30.Juni 1971 Niedersaechsische Hochschule fuer Musik und Theater Hannover

Musikalische Leitung: Carl Gorvin - Inszenierung: Willi Stari

- siehe NEUE  HANNOVERSCHE PRESSE 2. Juli 1971

6. Eine Note nach der anderen (1973)

Musikalische Farce in einem Bild von Michael Leinert - Auftragswerk zur Eroeffnung des Neubaus der

Niedersaechsischen Hochschule fuer Musik und Theater Hannover

Urauffuehrung 12. November 1973 - Musikalische Leitung: Carl Gorvin - Inszenierung: Guenter Roth

- siehe OPERNWELT 1/1974

7.  A.H.- Bilder aus einem Fuehrerleben (1973)  Rezension in: DIE WELT, Fotos

Kammeroper mach einer Szenefolge von Michael Leinert

fuer Kammerorchester, sechs Saenger, Chor

Urauffuehrung 27.2. 1974  Auftragswerk des Musiktheaters im Revier Gelsenkirchen

Rezension in: DIE WELT  2. Maerz 1974

Sieben Sinfonien (davon mehrere Auffuehrungen mit dem Rundfunk-Sinfonie-Orchester Hannover

unter den Dirigenten Heinz Rockstroh, Klaus Bernbacher, Carl Gorvin, Winfried Steiner u.a.)

Konzerte fuer Schlagzeug und Orchester, zwei Oboenkonzerte,                                  

ein Floetenkonzert (NDR-Auftragswerke)

Zahlreiche Kammermusikwerke

u.a. sechs Streichquartette, Streichtrios
 
Lieder  (publiziert u. a. in:
SILESIA CANTAT Heft 11, A. Laumannsche Verlagsbuchhandlung, Dulmen 1975:

Rilke-Lied  Der Abend

Sonaten fuer verschiedene Instrumente und Klavier

Fuenf Orgelsonaten,  1.Orgelsonate (1950), verlegt bei Edition Breitkopf Nr. 5979

         

 Drei Sonaten fuer Altsaxophon und Klavier

 Sonate fuer Altsaxophon und Klavier (1952) Breitkopf & Haertel Wiesbaden - Edition Breitkopf Nr. 6236)

Buehnenmusik zu Erwin Piscators Inszenierungen von Schillers "Die Raeuber" -
Kleists "Prinz Friedrich von Homburg" und Buechners "Dantons Tod".

Herausgeber einzelner Werke von Louis Spohr im Baerenreiterverlag Kassel-Wilhelmshoehe

1.Preistraeger des Kompositionswettbewerbs "Friedrich Kuhlau".

 Lebensbilder aus Kurhessen und Waldeck 1830-1930. Herausgegeben von Ingeborg Schnack.
 Fuenfter Band. Marburg a. L. 1955.   [Darin: Dr. Friedrich Leinert: Spohr, Louis, Tonkuenstler. S. 371-378]
 Sechster Band. Marburg a. L. 1958. [Darin: Dr. Friedrich Leinert: Hauptmann, Moritz, Tonkuenstler. S. 121-127
                                                                  Dr. Friedrich Leinert: Kraushaar, Otto, Komponist und Musikkritiker. S. 208-210]
Universitaetsbibliothek, Wilhelm-Roepke-Strasse 4, 35039 Marburg
Tel. 06421/28-25130, Fax 06421/28-26506

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ZUKUNFTSMUSIK, Gedichte. Classen Verlga, Hamburg 1950.
         Widmung der Dichterin an den Komponisten Friedrich Leinert anlaesslich der Urauffuehrung seiner "Lyrischen Suite"
         fuer Violine, Violoncello und Klavie zu Marie Luise Kaschnitz' Lesung aus dem Gedichtband "Zukunftsmusik"
         am 15. Februar 1953 im Unterhof, Schweinsberg/Hessen.


Marie Luise Kaschnitz (1901-1974)

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  Works on www.youtube.com:

  
Friedrich Leinert (1908-1975) composed his 6th Symphony La Danza in 1971 - 72.
  Willy Steiner conducts the Radio Symphony Orchestra Hannover of the broadcaster NDR (Norddeutscher Rundfunk).
  The name of the orchestra has been changed since 2003 to NDR Radiophilharmonie Hannover.
  Photo Art (Visualisierung): Angelica Jerzewski.
Technical consultation and support: Ralph Jerzewski.
  Production (Bildregie): Michael Leinert.
 
www.youtube.com/watch?v=HP1vydD3u1M&t=623s

 
The Symphony has four movements:

  1. Allegro quasi Andante 
  2. Adagio. Pas de deux tragique
  3. Divertissement.   Andante con moto. Andante moderato. Allegretto vivo  
  4. Finale. Allegro vivo
       

  Friedrich Leinert: String Quartet No 3 - Tatrai Quartet
 
Friedrich Leinert (1908-1975): Streichquartett Nr. 3 (1956).
  TATRAI QUARTET, Budapest.
World Premiere at Sommerliche Musiktage Hitzacker

  Friedrich Leinert Oboenkonzert Nr. 1 (1946/47)
 
Oboenkonzert Nr. 1 in drei Saetzen (1946/47). Friedrich Fortmann, Oboe -- Rundfunkorchester Hannover des NDR .

  Friedrich Leinert: Symphonie Nr. 3 "In memoriam".mpg
  Friedrich Leinert (1908-1975) Symphonie Nr. 3
  in two movements 1. Moderato 2. Sostenuto  - dedicated to Paul Hindemith.

  Friedrich Leinert 2. Oboenkonzert f. Streicher & Schlagzeug
  2. Konzert fuer Oboe, Streichorchester und Schlagzeug. Walter Harkopf, Oboe;
  Karl-Heinz Quaas, percussion.

  Friedrich Leinert: 3. Sonate fuer Altsaxophon & Klavier
 
Karl Naumann, Altsaxophon - Jan Natermann, Klavier.

  Friedrich Leinert 2. Sonate fuer Altsaxophon & Klavier  EMIL MANZ Altsaxophon -- JAN NATERMANN Klavier:...

 Friedrich Leinert Konzert fuer Schlagzeug und Orchester
 Friedrich Leinert (1908-1975): Concerto for Percussion and Orchestra.
Allegro moderato - Larghetto - Allegro vivace. Karl-Heinz Quaas, percussion

 Friedrich Leinert  Sonata for Organ No. 2
 Friedrich Leinert
(1908 -- 1975): Orgelsonate Nr. 2 (1964) Four movements.
 Kirchenmusikdirektor Prof. Kurt Utz an der Orgel der Kirche St. Cornelius in Viersen-Duelken.

  LINKS
 
http://archive.today/WbqI0 Schoenberg Schueler in Berlin     

  http://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Leinert         

  http://www.cpanda.org/pdfs/csob/1304.pdf   Central Opera Service Bulletin March / April 1971  page 2  Foreign premieres

  Status Quo is another Opera with a political subject. It is written by the German composer Friedrich Leinert, recent winner
  of the international composer's competition "Friedrich Kuhlau"in Uelzen; with a  libretto by Michael Leinert. The premiere of this one-act opera
  was scheduled for June by the Studio of the Academy of Music and Theatre in Hannover.-

  http://www.cpanda.org/pdfs/csob/1603.pdf   Central Opera Service Bulletin, Spring 1974  page 6  New foreign operas

  Friedrich Leinert's Eine Note nach der anderen, with a libretto by Michael Leinert, was produced by the Music Academy in Hannover last November.
  The same team wrote Hitler - mein Kampf (A.H. - Bilder aus einem Fuehrerleben), a chamber-opera/collage, with performances in February 1974 in Gelsenkirchen
   and Kiel (Segelolympida 1974)

 
http://www.organ-biography.info/index.php?id=Leinert_FriedrichOtto_1908

  www.gelsenkirchener-geschichten.de/viewtopic.php?t=555&sid=885ac46ba7dcec0859daf0f574eaef47 
 
Ueber die Premiere von A. H. - Bilder aus einem Fuehrerleben in Gelsenkirchen. Rezension der Tageszeitung DIE WELT

  http://de.wikipedia.org/wiki/Hessisches_Landestheater_Marburg
  Ueber die Gruendungsmitglieder des Marburger Schauspiels (u.a. Friedrich Leinert)

 

Musik fuer Saxophon aus Deutschland 1952-1969
Werke von Girnatis, Leinert, Krol, Heiden, Reutter, Fiebig, Raphael
Frank Lunte, Altsaxophon
Tatjana Blome, Klavier

EDA 33, Preiscode: CE, VO: 13.4.2011, 4012476000336

Herausragende Werke deutscher Komponisten fuer Saxophon und Klavier aus den beiden Nachkriegsdekaden des 2. Weltkriegs,
ueberwiegend in Ersteinspielungen. Die stilistische und aesthetische Bandbreite der Kompositionen dokumentiert die wechselvolle
Geschichte des Saxophons nach der Stigmatisierung durch die Nationalsozialisten und das Ringen der Komponisten mit dem
Image des Instruments, aber auch mit den Dogmen und Verdikten der Nachkriegsmoderne. Eine hommage an das moderne
Saxophon und an eine fast vergessene Komponistengeneration.

Weitere Informationen ueber die beiden Kuenstler und ihre CD Produktionen: www.blome-lunte.de 

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    Der Komponist FRIEDRICH LEINERT auf USA Briefmarke - regular US POSTAGE Stamp -
zur Erinnerung an den 100. Geburtstag des Komponisten
am 10. Mai 2008

   

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